Rechtsschutzversicherung Vergleich

Rechtsschutzversicherung Vergleich

Eine Rechtsschutzversicherung übernimmt die Prozesskosten bei einer gerichtlichen Auseinandersetzung, die im Einzelfall sehr hoch ausfallen können. Dass Recht haben oder bekommen zweierlei Dinge sind, ist hinlänglich bekannt. Aus diesem Grund scheuen viele Menschen einen Prozess, den sie vielleicht gewonnen hätten. Mit einer Rechtsschutzversicherung entfällt das Prozesskostenrisiko, Arbeitnehmer, Autofahrer und Mieter wagen ihr Recht durchzusetzen. Der Vergleich der Policen zeigt deren Stärken und Schwächen auf.

Rechtsschutzfälle

Die häufigsten Fälle, in denen eine Rechtsschutzversicherung benötigt wird, sind Streitigkeiten vor Arbeitsgerichten. Auch bei betriebsbedingten Kündigungen wird immer wieder gefragt, inwieweit die Kündigung rechtens war. Wer die Klage als Arbeitnehmer anstrengt, muss zunächst die entstehenden Gerichtskosten aufbringen, in erster Instanz sogar hälftig, wenn er gewinnt. Mit einer Rechtsschutzversicherung lässt es sich um den Arbeitsplatz wesentlich besser kämpfen. Aber auch bei Verkehrssachen, Eigentums- und Wohnungsfragen werden sehr oft die Gerichte bemüht. Ideal wäre es, wenn eine Rechtsschutzversicherung sämtliche möglichen Fälle übernehmen würde, so eine Police ist jedoch kaum zu finden, oder sie wäre sehr teuer. Die meisten Menschen schließen daher eine Kombination aus Privat-, Verkehrs-, Arbeits- und Mietrecht ab, für den Beruf oder die Firma (als Selbstständiger) versichern sie sich gesondert. Der Vergleich von Rechtsschutzversicherungen hat nun zu überprüfen, in welcher Kombination die Police den günstigsten und dabei umfassendsten Schutz bietet.

Vergleich der Policen

Unabhängige Institute wie Finanztest (Warentest) zeigen auf, dass ein relativ guter Rundumschutz für etwa 360 Euro Jahresgebühr fällig ist. Sehr preiswert kann man sich auch schon ab etwa 120 Euro jährlich versichern, solche Policen bieten allerdings eher eine abgespeckte Grundversion des Rechtsschutzes. Wer jedoch lediglich die grundlegenden Eventualitäten absichern will, also private Streitigkeiten, Arbeits- und Verkehrsrecht, kann damit gut beraten sein. Eine gewisse Selbstbeteiligung muss bei den billigeren Versicherungen in Kauf genommen werden, sie liegt allerdings mit 150 bis 250 Euro relativ niedrig. Solch geringe Prozessgebühren kommen bei Streitfällen bei weit unter 1.000 Euro zustande. Wichtig ist bei einem Abgleich verschiedener Angebote, die inkludierten Leistungen genau zu beachten. Sollte sich um ein Bußgeld gestritten werden, ist der Verkehrsrechtsschutz zwingend, der Privatrechtsschutz hingegen kann auch in Einkommenssteuersachen helfen. Gerade dieser Versicherungsbereich – das Privatrecht – weist allerdings auch die größten Unterschiede auf. Es wird daher geraten, genau zu überprüfen, welche möglichen Streitfälle die Versicherung übernimmt.